Sich bei einem Projekt zur technologischen Entwicklung und Innovation begleiten lassen

Zusammengefasst

Investitionen in die Forschung und Innovation ermöglichen es Unternehmen, ihre Tätigkeiten weiterzuentwickeln und auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Investitionen können umfangreich sein, ermöglichen jedoch für die Zukunft Kapital aufzubauen. Um die Unternehmen bei diesem Vorgehen zu unterstützen, bietet die Wallonie mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) einen Technologiescheck für die Förderung von Dienstleistungen des Typs Beratung und Coaching bei zugelassenen oder an Hochschulen angebundenen Forschungszentren an.

Die Umsetzung eines technologischen Forschungs- und Entwicklungsprojekts erfolgt in drei großen Phasen:

Untersuchungsphase, in der Folgendes umgesetzt wird:

  • Erweiterte technologische Betreuung (ausgenommen Digitales).
  • Versuche, Berechnungen und Vorabanalysen.

Phase der technischen Durchführbarkeit, um Ihnen bei den wichtigsten Etappen der Studie zu helfen:

  • vollständige oder teilweise Realisierung des Lastenhefts hinsichtlich der Konzeption/oder Anpassung von Produkten, Verfahren oder Diensten sowie Unterstützung bei der Auswahl eines oder mehrerer Dienstleister;
  • Validierung des entwickelten Verfahrens, Produkts oder der entwickelten Dienstleistung über die Durchführung von Versuchen und Analysen, Energiebilanzen, die Ausarbeitung spezifischer Kontrollmethoden, die Optimierung von Versuchsprotokollen und ihre Validierung.
  • Prototypenherstellung für die Durchführung von Labortests.
  • Im Falle von Technologietransfer Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit der Anpassung von Ergebnissen an die Besonderheiten des Unternehmens;

Entwicklungsphase neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, durchläuft zwei große Etappen:

  • Zunächst die Durchführung von Bewertungsstudien zum Lebenszyklus neuer Produkte und von Auswirkungsstudien in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung der entwickelten Verfahren, Produkte und Dienstleistungen.
  • Anschließend die Unterstützung bei der Ausarbeitung des technischen Lastenhefts, bei der Konzeption von Produktions-Flow-Sheets und technischen Implementierungsstrategien, bei der Verpackungskonzeption. Es sind unter anderem ausgeschlossen:
  • wiederholte Messungen oder Versuche;
  • die Anpassung von entwickelten Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen;
  • Messungen oder Versuche für Produkte, die nicht für den Beihilfeempfänger charakteristisch sind;
  • Messungen oder Versuche, die nicht zum Marktpreis in Rechnung gestellt werden.

Achtung

Angesichts der Tatsache, dass dieser Scheck durch den EFRE kofinanziert wird, ist der Empfänger zu Folgendem verpflichtet:

  • Information und Mitteilung über jegliche Operation, die im Rahmen des EFRE kofinanziert wurde;
  • Archivierung der Informationen für die Öffentlichkeit;
  • Führung einer eigenen analytischen Buchhaltung mit Nutzung geeigneter Codes;
  • Akzeptanz der Veröffentlichung von Informationen über den Scheck, der im Rahmen des EFRE kofinanziert wurde;
  • Information der Öffentlichkeit über die vom EFRE erhaltene Unterstützung durch Anbringung eines Posters (Mindestgröße A3) an einem Ort, der von der Öffentlichkeit leicht einsehbar ist, mit einer kurzen Beschreibung der Operation und mit Bezug auf die Höhe der Unterstützung, den Zweck und die Ergebnisse sowie mit Beleuchtung der durch den EFRE eingebrachten finanziellen Unterstützung.

Weitere Informationen über die Verpflichtungen im Bereich Information und Öffentlichkeit für die vom EFRE kofinanzierten Projekte finden Sie in der Beschreibung des Instruments des Technologieschecks auf der Registerkarte Erklärendes Dokument.

Im Detail

Zielpublikum - Details

Sie können diesen Scheck in Anspruch nehmen, wenn Folgendes zutrifft:

  • Sie sind ein KMU, d. h. ein Unternehmen, welches weniger als 250 Personen beschäftigt und welches einen Jahresumsatz von weniger als 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von unter 43 Millionen Euro hat.
  • Sie sind ein Handelsunternehmen in der Zentralen Datenbank der Unternehmen (ZDU).
  • Ihre Tätigkeit gehört nicht zu einem Sektor, der aufgrund der De-minimis-Regelung ausgeschlossen ist (d. h. Fischerei, Aquakultur, Primärproduktion landwirtschaftlicher Produkte, Verarbeitung und Vermarktung dieser Produkte).
  • Ihr Hauptbetriebssitz befindet sich in der Wallonie.
Vorteile

Die Leistung wird in Höhe von 75 % der Kosten exkl. MwSt. finanziert – aufgeteilt auf:

  • 45 % Wallonische Region
  • 30 % EFRE

Die restlichen Kosten und die MwSt. gehen zulasten des Unternehmens.

Prozedur

Anmeldung auf der Plattform: 

Um sich auf der Plattform bewegen zu können, muss jeder Benutzer vorab ein Konto für die „Citoyen“-Verbindung anlegen. 

Dazu kann sich der Benutzer spontan über das Anmeldungsmodul anmelden, das auf der Startseite verfügbar ist, oder das Konto über die Mail aktivieren, die ihm nach dem Anlegen seines Kontos durch einen Dritten (Dienstleister, Kontakte des bereits registrierten Unternehmens etc.) gesendet wird. 

 

Die Anmeldung/Aktivierung erfolgt ausschließlich über das starke Authentifizierungsmodul mit elektronischem Ausweis (eiD Belgium). Dieses Verfahren kann nicht umgangen werden.

 

Zusammensetzung der Akte: 

• Der Antrag auf Subvention kann direkt durch Sie, aber auch durch Ihren Dienstleister in Ihrem Namen eingebracht werden. 

Für alle ersten Anträge, die auf der Plattform eingebracht werden, ersuchen wir die Empfänger, direkt Kontakt mit einem Dienstleister mit Gütesiegel/einem zugelassenen Dienstleister ihrer Wahl aufzunehmen, welcher die Schritte für die Einleitung der Akte für sie übernimmt. 

Bei Ihrem ersten Antrag für einen Scheck ist es nicht möglich, ein Konto mit einem Unternehmen auf der Plattform zu verknüpfen, weil es noch nicht in unserer Datenbank existiert. 

Die einzige authentische Quelle, die es uns ermöglicht, den Kontakt zu einer empfangenden Einheit herzustellen, ist ein zugelassener Dienstleister, mit welchem das Unternehmen eine vertragliche Beziehung eingegangen ist. 

Der Dienstleister legt also, wenn er den ersten im Rahmen eines Leistungsvertrags beantragten Scheck einbringt, das Unternehmen im System an und ist der Bürge für die Identität des Empfängers und seiner Kontaktperson. 

In weiterer Folge bei einem zweiten, dritten etc. Antrag kann das Unternehmen, das Beihilfeempfänger ist, die Schritte für die Einbringung eines Antrags für einen Scheck selbst übernehmen. 

• Dieser Antrag wird ausschließlich über die Plattform www.cheques-entreprises.be eingebracht und wird elektronisch bearbeitet. 

• Im Rahmen dieses Subventionsantrags müssen Sie eine Leistungsvereinbarung (von der Plattform generiert) mit einem Dienstleister mit Gütesiegel für den beantragten Scheck erstellen. Diese wird bei der Einbringung der Akte gemeinsam mit dem signierten Subventionsantrag sowie mit verschiedenen externen oder über die Plattform generierten Dokumenten, die je nach Typ des beantragten Schecks variieren („De-minimis“-Erklärung, „KMU-Test“-Erklärung, Vorab-Diagnostik, Bescheinigung einer Dritteinrichtung etc.), vorgelegt 

 

Gültigkeitsprüfung des Antrags: 

• Unter Anwendung des Vertrauensprinzips führt die Verwaltung eine Prüfung der Zulässigkeit des Antrags, das heißt, eine Kontrolle der Vollständigkeit der eingereichten Dokumente durch. Diese Kontrolle muss innerhalb einer Frist von fünf Arbeitstagen erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist gilt der Antrag auf Beihilfe als förderungswürdig. 

 

Zahlung des Anteils: 

• Wenn die Subvention bewilligt wird, ersucht Sie die Region, den Ihnen zustehenden Betrag gemäß dem Satz der öffentlichen Intervention zu bezahlen. Dieser Anteil muss innerhalb einer Frist von 30 Tagen ausgezahlt werden, andernfalls gilt die Akte als nicht zulässig. 

• Nach Erhalt der Zahlung des Anteils wird ein elektronischer Scheck über den Gesamtbetrag der Beihilfe in Ihr elektronisches Portfolio gestellt, welches auf der Web-Plattform abrufbar ist, und die Leistung kann beginnen. 

 

Leistung: 

• Sie muss verpflichtend innerhalb der festgelegten Frist umgesetzt werden. 

 

Zahlung der Leistung: 

• Am Ende der Leistung übermittelt der Dienstleister seine Rechnung und einen Leistungsbericht über die Plattform www.cheques-entreprises.be.

• Sie prüfen die Rechnung des Dienstleisters und den Bericht auf derselben Online-Plattform innerhalb einer Frist von 15 Tagen. Bei Fehlen der Gültigkeitsprüfung gelten nach dieser Frist die Rechnung und der Durchführungsbericht als für gültig erklärt und die Akte als bei der Verwaltung eingereicht. 

• Nach der Einreichung überprüft die Verwaltung die Akte innerhalb einer Frist von 15 Werktagen, bevor sie die Leistung auszahlt. Bei Fehlen der Gültigkeitsprüfung gilt der Antrag auf Beihilfe nach dieser Frist als förderungswürdig. 

• Sie bezahlen die MwSt. direkt an den Dienstleister. 

 

Ersuchen um ergänzende Informationen (EEI): 

• Bei der Bearbeitung der Akte durch die Verwaltung kann Ihnen diese sowohl bei der Einbringung (Gewährung) als auch bei der Schließung (Auszahlung) der Akte ein Ersuchen um ergänzende Informationen (EEI) zukommen lassen, wenn sie der Meinung ist, dass die Elemente in ihrem Besitz es ihr nicht ermöglichen, sich zur Zulässigkeit der Akte zu äußern. 

• Sie oder Ihr Dienstleister müssen innerhalb einer Frist von einem Monat ab dem Ersuchen um Informationen die entsprechenden Elementen als Antwort vorlegen, da ansonsten die Akte für nicht zulässig erklärt wird. 

Kontrolle im Nachhinein: 

• Ihre Akte kann stichprobenartig Gegenstand einer Kontrolle der Wallonischen Region im Nachhinein werden. 

 

Anfechtung: 

Im Falle einer Anfechtung der Entscheidung können Sie das Unternehmensschecks-Team kontaktieren oder einen Rechtsbehelf über http://www.raadvst-consetat.be einlegen (Rubrik „Verfahren“).  

Bedingungen

Zulässigkeitskriterien:

  • Sie sind ein KMU, d. h. ein Unternehmen, welches weniger als 250 Personen beschäftigt und welches einen Jahresumsatz von weniger als 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von unter 43 Millionen Euro hat.
  • Sie sind ein Handelsunternehmen in der Zentralen Datenbank der Unternehmen (ZDU) im Sinne des Gesellschaftsgesetzbuches und mit Hauptbetriebssitz in der Wallonie (der größte Teil des beschäftigten Personals muss sich in der Wallonie befinden).
  • Ihre Tätigkeit gehört nicht zu einem Sektor, der aufgrund der De-minimis-Regelung ausgeschlossen ist (d. h. Fischerei, Aquakultur, Primärproduktion landwirtschaftlicher Produkte, Verarbeitung und Vermarktung dieser Produkte).
  • Sie müssen einen Dienstleister mit Gütesiegel in Anspruch nehmen (Liste auf der Plattform verfügbar).
  • Die Leistung muss innerhalb von zwölf Monaten ab Erhalt des Schecks umgesetzt werden.

Sie dürfen die De-minimis-Obergrenze nicht erreicht haben:

  • Diese Regelung legt eine Obergrenze für öffentliche Unterstützungen von 200.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren fest (Artikel 3, Absatz 2 der Regelung 1407/2013)
  • Dennoch kann diese Obergrenze auf 100.000 Euro für Unternehmen reduziert werden, die im Sektor der Personen- oder Güterbeförderung auf der Straße aktiv sind (Artikel 3, Absatz 3 der Regelung 1407/2013)
  • Die De-minimis-Beihilfen können nicht mit Beihilfen der Staaten, die für dieselben zulässigen Kosten gewährt werden und auch nicht mit Beihilfen des Staates für dieselbe Maßnahme zur Risikofinanzierung kumuliert werden, wenn diese Kumulierung zu einer Überschreitung des/der höchstmöglichen gültigen Ausmaßes der Beihilfe bzw. Höhe der Beihilfe führt, welche unter den jeweiligen Umständen des Falles durch eine Freistellungsverordnung je Kategorie oder eine Entscheidung, die von der Kommission verabschiedet wurde, festgelegt wurden (Artikel 5, Absatz 2 der Verordnung 1407/2013).
  • Wenn Sie diese Obergrenze überschritten haben, können Sie diesen Scheck nicht erhalten.

Je Zeitraum von drei Kalenderjahren können Sie nicht mehr als 45.000 Euro Leistung durch den Technologiescheck in Anspruch nehmen.

Zudem dürfen Sie nicht den Höchstbetrag der öffentlichen Intervention von 100.000 Euro pro Kalenderjahr für das integrierte Portfolio der Beihilfen für Unternehmen erreicht haben.

rechtliche Grundlagen

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