Eine Beihilfe für die Verpflichtung eines Verantwortlichen für ein Forschungsprojekt in Anspruch nehmen

Zusammengefasst

Die Subvention „Forschungsprojekt-Verantwortlicher“ (FPV) ist eine finanzielle Beihilfe, die einen Teil des Gehalts einer Person abdeckt, die für die Leitung eines industriellen Forschungsprojekts in einem Unternehmen verantwortlich ist, wie etwa die Gestaltung eines neuen Produkts, die Untersuchung eines neuen Herstellungsprozesses, eine Forschung oder technologische Analyse – oder auch für ein Projekt experimenteller Entwicklung wie etwa die Gestaltung und Anwendung von Kenntnissen und wissenschaftlichen oder technologischen Techniken hinsichtlich der Entwicklung neuer abgeänderter oder verbesserter Produkte.

Im Detail

Zielpublikum - Details

KMU, die sich nicht in finanziellen Schwierigkeiten im Sinne der Europäischen Richtlinie (vgl. praktischer Leitfaden) befinden und die zumindest einen Betriebssitz in der Wallonischen Region haben.

Vorteile

Es handelt sich um einen finanzielle Beihilfe:

  • für ein industrielles Forschungsprojekt: 70 % für Kleinunternehmen und 60 % für mittlere Unternehmen;
  • für ein experimentelles Entwicklungsprojekt: 45 % für Kleinunternehmen und 35 % für mittlere Unternehmen.

Diese finanzielle Beihilfe deckt Folgendes ab:

  • Unterstützung des Technologieaudits des Projekts und des Unternehmens (verpflichtend);
  • Finanzierung des FPV für eine Dauer von sechs Monaten bis zwei Jahren.

Der FPV kann nicht vor dem Datum der grundsätzlichen Zustimmung des Ministers verpflichtet werden. Er darf zudem in den letzten fünf Jahren nicht zum Unternehmen oder zu nahestehenden Unternehmen gehört haben, weder durch die Bindungen eines Arbeitsvertrags noch in der Eigenschaft eines Gesellschafters, Verwalters oder Geschäftsführers und auch nicht auf andere Weise.

Prozedur

Es gibt keine Frist für die Einreichung des Antrags auf Bewilligung dieser Beihilfe. 

Im Allgemeinen variiert die Frist zwischen der Einreichung Ihres Antrags und der Benachrichtigung über die Entscheidung zur Finanzierung zwischen drei und sechs Monaten. Diese Zeitspanne wird zur Orientierung angegeben und wird eventuell nicht eingehalten. Wir bemühen uns, Ihnen schnellstmöglich eine Entscheidung zukommen zu lassen.

Die Einbringung des Antrags erfolgt über ein elektronisches Formular. Beachten Sie, dass die Signatur für die Einreichung Ihrer Anträge auf Finanzierung elektronisch erfolgt.

Wenn die Entscheidung positiv ist und wenn die Haushaltsmittel verfügbar sind, wird zwischen der Region und dem Unternehmen ein Vertrag in Bezug auf die Studie geschlossen, der die Rechte und Pflichten jeder Partei festlegt.

Rechtsbehelfe

Wie kann man mit dem Dienst, der die Entscheidung getroffen hat, Kontakt aufnehmen?

Unabhängig vom unten angeführten Rechtsbehelf ist es für Sie möglich, jederzeit Kontakt mit der Verwaltungsabteilung aufzunehmen, die die Entscheidung getroffen hat, um insbesondere Folgendes zu tun:

- ergänzende Erklärungen zur Entscheidung zu erhalten;

- Ihren ursprünglichen Antrag durch Elemente zu vervollständigen, die der Verwaltung unbekannt sind;

- Ihre Argumente für die Anfechtung zu übermitteln.

 Sie müssen Sie an folgenden Dienst wenden: 

SPW Économie, Emploi, Recherche

Département de la Recherche et du Développement technologique

Direction de l’accompagnement et de la Sensibilisation

Place de la Wallonie, 1 (bât. III) à 5100 NAMUR (JAMBES)

Tel.: +32 (0)81 33 44 80-84

Dieser kostenlose Schritt gegenüber der Verwaltung unterliegt keinen besonderen Formalitäten und unterbricht nicht die Fristen für die Einbringung eines Rechtsbehelfs. Das Fehlen einer Antwort der Verwaltung stellt keine Annahme Ihres Antrages dar. 

WIE LEGT MAN EINEN RECHTSBEHELF EIN?

Abgesehen von jenem Fall, in dem die Anfechtung als mit Bezug auf ein subjektives Recht analysiert werden kann, für welches nur die Gerichte und Tribunale der ordentlichen Gerichtsbarkeit zuständig sind, kann gemäß den unten beschriebenen Modalitäten ein Rechtsbehelf an den Staatsrat gerichtet werden.

Anfechtungsklage

Die Annullierung der Entscheidung kann durch Einbringung eines Gesuchs an den Staatsrat (Conseil d’Etat) beantragt werden:

- elektronisch unter der Adresse https://eproadmin.raadvst-consetat.be ;

- per datiertem und unterzeichnetem Einschreiben an die Adresse:

Conseil d’État

Greffe

Section du Contentieux administratif

Rue de la Science, 33

1040 Brüssel

Sie müssen Ihr Gesuch innerhalb von 60 Kalendertagen ab der Mitteilung der angefochtenen Entscheidung einbringen. 

Sie müssen in Ihrem Gesuch die „Mittel“ Ihres Rechtsbehelfs , d. h. die gesetzlichen Vorschriften ausführen, gegen welche durch die Entscheidung verstoßen wurde, sowie auch die Art und Weise, wie dies geschehen ist.

Antrag auf Aussetzung

Der Versand einer Anfechtungsklage führt nicht automatisch zur Aussetzung der Auswirkungen der Entscheidung.

Wenn jedoch eine mit der Bearbeitung der Anfechtungssache inkompatible Dringlichkeit vorhanden ist und wenn ein schwerwiegendes Argument offensichtlich zur Aufhebung führen kann, ist es für Sie möglich, einen Antrag auf Aussetzung der Entscheidung beim Staatsrat einzubringen. 

Der Antrag auf Aussetzung kann vor, während oder nach dem Versand der Anfechtungsklage eingebracht werden. 

In außergewöhnlichen Fällen und gemäß besonderen Modalitäten ist es für Sie zudem möglich, die Aussetzung der Entscheidung mit hoher Dringlichkeit zu beantragen.

Praktische Informationen

Die Anfechtungsklage und der Antrag auf Aussetzung sind erst gültig, wenn sie bestimmte Anhänge und Informationen enthalten. Für Einzelheiten wird auf die koordinierten Gesetze und auf die unten erwähnten sowie unter http://www.raadvst-consetat.be (Rubrik „Verfahren“) verfügbaren Erlasse verwiesen.

Jede antragstellende Partei muss eine Gebühr von 200 Euro (Betrag Stand Montag, 9. Januar 2017) bezahlen. Dies erfolgt mittels Überweisungsformular, welches ihr nach Erhalt des Rechtsbehelfs übermittelt wird. Die Zahlung unterliegt gegenwärtig keinerlei Frist und die Bezahlung des Betrags kann daher bis zum Abschluss der Verhandlungen erfolgen.

Weitere Informationen: Gesetze über den Staatsrat, koordiniert am 12. Januar 1973, Erlass des Regenten vom 23. August 1948 zur Festlegung des Verfahrens vor der Verwaltungsstreitsachenabteilung des Staatsrates, königlicher Erlass vom 5. Dezember 1991 zur Festlegung des Verfahrens der einstweiligen Anordnung vor dem Staatsrat, verfügbar auf http://www.raadvst-consetat.be (Rubrik „Verfahren“). 

Bedingungen
  • Innovativer Charakter: Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt hinsichtlich des Erwerbs neuer Erkenntnisse.
  • Das neue Produkt, die neue Dienstleistung oder das neue Verfahren müssen zu einer aus wirtschaftlicher Sicht und aus beschäftigungsbezogener Sicht verwertbaren Tätigkeit führen.
  • Die Auswirkungen der Forschung auf die Umwelt: müssen günstig oder nicht vorhanden sein.
  • Der Risikograd: muss eindeutig sein.
  • Die Möglichkeit, Finanzierungen je nach aktuellen und vorhersehbaren Bedürfnissen des Projekts zu finden.

Formulare

Online

Kontakte

Dienste

Allgemeine E-Mail – Begleitung der Forschung
081/33.44.84
Aktualisiert am
Verwaltungsschritt Nr. 142839
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